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Einzelhandel: An der Börse weihnachtet es nicht sehr

Freitag, den 21. November 2008

Die Aussichten auf das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel sind getrübt. Einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge, ist die Konsumlust aufgrund der Finanzkrise deutlich gedämpft. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass 10 Prozent weniger für Weihnachtsgeschenke ausgegeben wird. Dabei bescherte bereits letztes Weihnachten keine guten Umsätze für den Einzelhandel.

Trotz der Krise stabilisierte sich das GfK-Konsumbarometer im Oktober auf niedrigem Niveau. Dennoch wird es sich sicherlich in den nächsten Monaten verschlechtern.

Optimistisch gibt sich der Präsident des deutschen Einzelhandels, Josef Sanktjohanser. Für November und Dezember erwartet er ähnliche Umsätze wie 2007:

Die Arbeitslosenzahlen sind gesunken, dieses Jahr zahlen viele Arbeitgeber wieder Weihnachtsgeld, die Einkommen sind gestiegen und an den Tankstellen müssen die Leute weniger ausgeben. Das alles schafft Freiräume, um Weihnachten Geld auszugeben.

Trotzdem glaubt der Einzelhandels-Vertreter, dass 2009 ein hartes Jahr für die Branche wird:

Es ist kein Geheimnis: 2009 wird härter, wir erwarten insgesamt eher eine Stagnation, wobei man aber wirklich abwarten muss, wie sich die Stimmung der Konsumenten entwickelt.

Deshalb raten auch Analysten vom Kauf von Einzelhandelsaktien ab. Es wurden bereits einige Kurskorrekturen vorgenommen, wie die Entwicklung vieler Konsumaktien zeigt. Analysen zur Douglas Holding und zu Fielmann können Sie beispielsweise auf Stockflock anschauen - ihr Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt zwischen 12 und 15 und ist damit vergleichsweise hoch.

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Will man doch in den Einzelhandel investieren, so rät Jürgen Büttner von der FAZ dazu, darauf zu achten, dass der Verschuldungsgrad der Gesellschaft und den Cash-Flow der Gesellschaft zu achten. “Eine gewisse Preismacht”, so der Wirtschaftsjournlist, sollte vorhanden sein. Weiterhin verweist er darauf, dass durch eine vertikale Integration Gewinnspannen optimal verteidigt werden können. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Planungssicherheit und konkrete Perspektiven fürs Unternehmen. Aber Büttner betont:

Selbst wer diese Auswählkriterien einhält, der ist momentan wegen der allgemein schwierigen Börsenlage nicht vor Kursverlusten gefeit. Wer deshalb lieber auf Nummer sicher gehen will, der wartet erst einmal ab, wie sehr die Kreditkrise letztlich auf die Konsumlust der Deutschen durchschlagen wird.