Archiv der Kategorie ‘Umfrage‘

Die neuen Bedürfnisse der Anleger

Donnerstag, den 23. Juli 2009

Nach dem Crash der globalen Finanzmärkte ist das Vertrauen in die Börse drastisch zurückgegangen. Die Bedürfnisse der Anleger haben sich grundlegend verändert. Dies belegt auch eine Untersuchung des Hamburger Trendbüros.

Laut der Studie “Reale Werte - Echte Gewinne. Was Anleger von ihrem Investment erwarten” (PDF) sind Investitionsentscheidung nicht nur von rationalen Renditezahlen abhängig. Entscheidend sind auch Sehnsüchte, Wünsche und Ängste der Anleger. Der Anleger von heute ist eigenverantwortlich, initiativ, anspruchsvoll, flexibel, kritisch, leistungsorientiert und emotional. Außerdem zeigt sich, dass der klassische Begriff der “Sicherheit” im magischen Dreieck der Vermögensanlage erweitert und neu interpretiert.

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Neben den rationalen Anlegerzielen nach Rentabilität steigt vor allem der Wunsch nach emotionaler Sicherheit. Entsprechend spielt bei der Investitionsentscheidung das “sichere Gefühl” eine immer entscheidendere Rolle. Dieses entsteht vor allem durch Vertrauen, Kontrolle und Transparenz.

Die Befragten definieren Sicherheit auf unterschiedliche Weise. Seinem Berater zu vertrauen, die erwünschte Rendite zuverlässig zu realisieren oder bescheid zu wissen, was mit dem eigenen Geld passiert, sind nur einige Wünsche der Anleger. Trendforscher Prof. Peter Wippermann fasst die neue Bedürfnisse zusammen:

Der Anleger fordert mehr Kontrolle, Eigenverantwortung und Transparenz, Banken und ihre Berater werden Vertrauen und Autorität nicht mehr durch bloße Produktversprechen herstellen können.

Die emotionalen Bedürfnisse werden am besten durch handfeste, physisch existierende Sachwerte - wie etwa Gold oder Immobilien - erfüllt. Obwohl andere Finanzprodukte möglicherweise besser für eine hohe Rentabilität und Liquidität eignen, geben Sachwerte eine höhere Sicherheit. Wippermann erklärt weiter:

Verunsichert durch die geplatzten Versprechen des virtuellen Finanzmarktkapitalismus schenkt der Anleger sein Vertrauen wieder jenen Dingen, die er kennt und die er im wahrsten Sinne „begreifen“ kann. Der Besitz konkreter Sachwerte wird zum neuen Sehnsuchtsfeld.

Ein Grund dafür, dass Sachwert-Investments als Anlageform immer beliebter werden. Dennoch geht es bergauf an der Börse und daher sollten wir auch über Direktanlagen nachdenken. Dazu lesenswert ist der letzte Blogbeitrag zum Wochenauftakt Die Stimmung steigt: Umschwung auf dem Börsenparkett.

Change: Was bringt die Krise für die Zukunft?

Mittwoch, den 10. Juni 2009

Unternehmer, Bankberater, Privatinvestoren, Politiker. Sie alle sehen schwarz und sprechen theatralisch vom wirtschaftlichen Ruin durch die Krise. Dabei ist das plötzliche Schrumpfen der Wirtschaft alles andere als eine Rarität. Eine aktuelle Studie des Zukunftsinstituts behauptet:

Die Krise ist weder sensationell noch historisch außergewöhnlich.

Die Trendforscher sind anhand ihrer Ergebnisse überzeugt davon, dass Wirtschaftsblasen genauso alt sind, wie das Geldsystem. Vielleicht wirkt also das Tief, das die Finanzkrise ausgelöst hat, als reinigendes Gewitter und löst dann einen richtigen wirtschaftlichen Aufschwung aus. Vielleicht.

In der Matrix des Wandels haben die Forscher die Welt nach der Krise versucht, in acht wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Feldern zu skizzieren. Dabei haben sie unter anderem untersucht, wie die Bevölkerung zukünftig arbeiten wird, wie sich ihr Konsumverhalten verändert, an welchen Werte sie sich orientieren werden und was Unternehmen für den Verkauf ihrer Produkte beachten sollten.

Völlig entgegen der allgemein eher pessimistischen Stimmung fanden die Wissenschaftler überraschend heraus:

Es sieht in der Wirtschaftsordnung der Zukunft gut aus für Arbeitnehmer und Unternehmer.

So werden Waren wieder vermehrt in heimischen Ländern abseits von Fernost hergestellt werden, was sich dann dem Arbeitsmarkt zu Gute kommt. Allerdings werden zukünftig mehr weibliche Eigenschaften für die Weiterentwicklung der Wirtschaft benötigt, so dass Männer in Führungspositionen irgendwann weniger gefragt sein werden, so die Forscher. Positiv wird sich auch der Bereich Umweltschutz entwickeln. Mehr Details zur Studie gibt es auf Spiegel online. Auf seiner Website empfiehlt das Zukfuntsinstitut darüber hinaus: Die Krise als Chance nutzen.

Kaum Vertrauen in die Banker dieser Welt

Freitag, den 5. Juni 2009

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Längst hat sich die Finanzkrise in eine Vertrauenskrise gewandelt. Bankmitarbeiter werde weltweit schlecht angesehen, so das Ergebnis des GfK-Vertrauensindex vom Frühjahr 2009. Nur 37 Prozent der mehr als  17.000 befragten Personen in 16 europäischen Ländern und den USA haben noch Vertrauen in die Bankiers. Letztes Jahr vertraute ihnen noch knapp die Hälfte (45 Prozent) der Befragten. Ein schlechteres Image haben lediglich Werber, Topmanager und - wie sollte es auch anders ein - Politiker sind noch weniger angesehen.

Ähnliches ergibt die Beliebtheit von Bankern in Deutschland. Während im letzten Jahr fast drei Viertel der Deutschen ihnen Glauben schenkte, sind es heute noch 63 Prozent. Überraschend ist trotzdem, dass das Vertrauen im westeuropäischen Vergleich trotzdem deutlich über dem Durchschnitt von 40 Prozent (!) liegt.

Licht am Ende des Tunnels?

Montag, den 27. April 2009

5-tunnel-042709.jpgEs ist alles gar nicht mehr so schlimm - wird sich die Wirtschaft schneller erholen, als gedacht? Immer mehr Wirtschaftsexperten und Poltiker lassen dies verlauten. Während der Chef der Bundesbank, Axel Weber erst an eine Erholung ab 2010 glaubt, spricht beispielsweise der aktuelle ifo-Geschäftsklima-Index für eine beginnende Erholung der Wirtschaft: der stieg von 82,2 Punkten im März auf 83,7 Punkte. Dies zeigt eindeutig, dass die befragten Unternehmen ihrer aktuelle Lage und der zukünftigen Entwicklung positiv gegenüber stehen. zuversichtlicher. Die Welt schreibt hierzu:

Ökonomen und Unternehmen sind sich aber einig: Schlimmer kann es nicht werden. (…)  Die weichen und harten Signalgeber, zu denen etwa die Industriebestellungen gehören, kündigen bereits jetzt ein Ende des wirtschaftlichen Absturzes an; Ökonomen erwarten die Talsohlein der zweiten Jahreshälfte . Dann wird es auch die ersten Massenentlassungen geben. Eine paradoxe Situation: In der Wirtschaft keimt Hoffnung, bevor die Krise bei vielen in der Bevölkerung überhaupt angekommen ist.

Doch das Frühjahrsgutachten 2009, einem Gemeinschaftsgutatchten von acht Wirtschaftsinstituten, sieht schwarz. Die Wirtschaftsexperten prognostizieren einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um sechs Prozent. Demnach sieht es auch für 2010 nicht besser aus für die Wirtschaftsleistung. Auch hier wird mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Natürlich nimmt die negative Entwicklung einen Rattenschwanz mit sich: Die Zahl der Arbeitslosen soll von jetzt 3,7 Millionen bis zum nächsten Jahr auf sage und schreibe 5 Millionen ansteigen. Statista liefert eine gute Übersicht über die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen.

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Wackelpartie unter den größten deutschen Konzernen: Jeder Elfte leidet unter der Krise

Freitag, den 3. April 2009

Wie stehen die Dax-Konzerne, die indikativ für die deutsche Gesamtwirtschaft sind, in Zeiten des ökonomischen Abschwungs da? Waren sie vorbereitet auf die Krise und haben sie ausreichend liquide Mittel, um auf die schrumpfende Wirtschaft reagieren zu können?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die aktuelle Accenture-Studie, die exklusiv für die WELT durchgeführtund heute in der Printausgabe veröffentlicht wurde. Das Ergebnis: Gerade mal jeder 20. börsennotierte Konzern in Deutschland könnte ohne Schaden aus der Krise hervorgehen. Bei neun Prozent der Unternehmen besteht sogar die Gefahr, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt verlieren - sie erfüllen keinerlei Vorraussetzungen, um die aktuell schlechte Lage als Chance zu ergreifen.

Wie groß die Chance eines Unternehmens ist, untersuchten die Accenture-Berater anhand des Innenfinazierungs- und Nettoverschuldungsgrades der 178 größten Firmen auf dem Börsenparkett. Hat sich die EBITDA-Marge von 2007 auf 2008 verbessert und die Nettoverschuldung reduziert, sollten ausreichend finanzielle Mittel für weiteres Wachstum vorhanden sein.

Nur fünf Prozent der Konzerne verfügen zu Beginn der Krise über eine hervorragende betriebswirtschaftliche Lage, d.h. eine hohe Innenfinanzierungskraft und eine niedrige Verschuldung. Ums pure Überleben, so die Studie, dürften dagegen neun Prozent kämpfen. Um aus eigener Kraft zu wachsen z.B. durch Firmenüberahmen, qualifiziertes Personal, Produktinnovationen etc., fehlt ihnen das Geld.

Schlecht steht vor allem die Automobil-Branche da, deren Nettoverschuldung sich seit Dezember 2007 im Durchschnitt mehr als verdoppelt hat. Dafür konnten Automobil-Unternehmen ihre Innenfinanzierungskraft fast halbieren. Trotzdem liegen sie insgesamt unter der durchschnittlichen Veränderung.

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Angesichts der nach wie vor schwachen Nachfrage und des hohen Fixkostenanteils der meisten Unternehmen rechnet Accenture mit einem rückläufigen Innenfinanzierungsgrad und somit einem Abrutschen. Unternehmen, die sich bisher wenig verschuldet haben, können dies am ehesten abfedern - etwa indem sie Fremdkapital aufnehmen. Für schon stark verschuldete Firmen könnte jedoch eine prekäre Lage entstehen. Sowohl die Aufnahme von neuen Krediten zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen als auch die sich verschlechternde Bonität wird dann zu einer kritischen Hürde. Dieser Aspekt sei in den vergangenen Jahren zu wenig beachtet worden, so ein Fazit der Studie.

Mehr zur Studie lesen Sie hier.

Im Umkehrschluss zeigen die Ergebnisse der Studie aber, dass die zuvor altbewährte Strategie, in solide Industrie- und DAX-Werte zu investieren, nicht aufgehen kann. Vielmehr sollten sich anleger genauer nach der Entwicklung der EBITDA-Marge und der Nettoverschuldung orienteren ist. Wichtig für nachhaltige Investments ist nämlich jetzt: Welches Unternehmen hat genug Rücklagen, um sich gegen die Rezession zu stemmen?

Deutsche verlieren Vertrauen in Bankberater

Montag, den 30. März 2009

Gerade mal neun Prozent der Bundesbürger vertrauen ihren Bankberatern, dies ergibt eine Umfrage der Comdirect Bank. Im Vergleich dazu vertrauen fast drei Viertel der Befragten (71 Prozent) der Partnerin bzw. dem Partner bei Geldangelegenheiten. Ein schlechtes Licht wirft die Studie auch auf die Beratungsqualität der Bankiers: 72 Prozent der Kunden gaben an, dass sie viele Dinge im Beratungsgespräch nicht verstanden hätten. Michael Mandel, Comdirect-Vorstandschef Michael Mandel sagte dem Focus-Magazin:

Das Ergebnis ist eine schallende Ohrfeige für alle Banken, Sparkassen und Finanzberater.

Die Befragung ergab, das 71 Prozent der Deutschen als Folge der Krise kein Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem mehr haben.

Gewinne eine Reise zum AktienCamp nach Berlin am 28. Februar 2009

Dienstag, den 20. Januar 2009

Ab sofort gibt es auf Stockflock ein Gewinnspiel: Ihr könnt ein fantastisches Wochenende in Berlin verbringen! Die Börse München und Sixt bringt Dich für das Wochenende vom 27. Februar bis zum 1. März 2009 zum AktienCamp nach Berlin. Du reist mit dem Sixt Mietwagen an und verbringst zwei Nächte im Dorinth Hotel am Gendarmenmarkt mitten in Berlin - dein Besuch beim AktienCamp am Samstag, den 28. Februar 2009, ist natürlich auch inklusive ;-)

Um zu gewinnen, veröffentliche einfach deinen Top-Aktien-Tipp auf www.stockflock.de. Wähle deine Aktie und gib eine Prognose für deren Kursentwicklung innerhalb eines Monats ab. Die Börse München und Stockflock wählen unter allen Teilnehmern den treffsichersten Aktien-Tipp aus.

Stockflock misst die Analysegenauigkeit abgegebener Aktien Analysen und trifft eine Vorauswahl von 10 Aktienempfehlungen, die den Kursverlauf am treffsichersten prognostiziert haben. Die Börse München wird die Analysen qualitativ bewerten und den Gewinner selektieren. Die Sieger des AktienCamp Gewinnspiels werden von uns per E-Mail bis 21. Februar 2009 benachrichtigt.

Beweise mit deiner Stockflock-Analyse, dass du die wenigen Aktienperlen kennst. Auf geht’s zum Aktien-Contest!

Platzt die Globalisierungslüge?

Samstag, den 29. November 2008

Deutsche Unternehmen stehen unter Wachstumsdruck und wollen ihren Aktionären gute Renditen präsentieren. Deshalb schließen viele ihre Standorte in Deutschland oder bauen dort einen Großteil ihrer Mitarbeiter ab. Im Ausland können sie ihre Markenartikel für Dumpingpreise herstellen, die sie hierzulande mit 800 bis 1000 Prozent Gewinn verkaufen.

Während Manager und Großaktionäre sich an der Auslagerung der Produktion bereichern, steigt die Arbeitslosigkeit in Deutschland. So wurde beispielsweise im Sommer diesen Jahres das Nokia-Werk in Bochum geschlossen - die rund 2.000 Angestellten dort setzte der finnische Handyhersteller einfach auf die Straße.

Globalisierungsgegner boykottieren im Ausland hergestellte Artikel. Das Problem: Ware, die in Deutschland hergestellt wurde, ist deutlich teurer - das können sich viele Bundesbürger nicht leisten. Wo soll dieser so verführerische wie auch bedrohliche Trend hinführen? Was bedeutet die Globalisierung überaupt für deutsche Firmen?

Die letzte ARD-Sendung von “hart aber fair” unter der Moderation von Frank Plasberg hat sich mit dem Thema Wirtschaft global - Abschwung total beschäfitgt:

Globalisierung heißt: Wenn heute ein Häuslebauer in Ohio pleite geht, wird mir morgen in Deutschland der Job gekündigt! Ist uns das System globaler Gier über den Kopf gewachsen? Und: Können wir aus dem weltumspannenden Irrsinn überhaupt aussteigen.

Immerhin fast zwei Drittel (62 Prozent) der Zuschauer, die an der Umfrage zur Sendung teilnahmen, stimmten zu, dass die Globalisierung unsere heimische Wirtschaft kaputt macht.

Eine sehr heiße und interessante Debatte zum Thema ergibt sich unter den geladenen Gästen:

  • Gisela Achenbach: ehemalige Betriebsratsvorsitzende des Nokia-Werks in Bochum,
  • Hans-Olaf Henkel: Honorarprofessor für Internationales Management und BWL Universität Mannheim; ehem. BDI-Präsident,
  • Dieter Moor: Öko-Bauer und ARD-Moderator,
  • Sahra Wagenknecht: DIE LINKE, Mitglied des Europäischen Parlaments; Buchautorin „Wahnsinn mit Methode. Finanzcrash und Weltwirtschaft“,
  • Andreas Engelhardt: Chef der Unternehmensgruppe Prym.

Sehen Sie die webTV-Aufzeichnung der Sendung selbst (Dauer: 75 min):

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Deutsche Wirtschaft im Sinkflug

Montag, den 24. November 2008

ifo_geschaeftsklima_nov08.jpegDie Stimmung in deutschen Unternehmen ist schlecht. Erneut hat sinkt das Geschäftsklima von 90,2 noch im Oktober auf 85,8 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) heute berichtet. Damit befindet sich der Ifo-Geschäftsklimaindex, das die Meinung von rund 7.000 Unternehmen befragt, auf niedrigstem Stand seit Februar 1993. Mit einem solchen Rückgang hatten die wenigsten Volkswirte gerechnet.

Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo weiß, dass damit auch viele Arbeitsplätze, gerade im verarbeitenden Gewerbe, aber auch im Einzel- und Großhandel, betroffen sein werden:

Insgesamt hat sich der konjunkturelle Abschwung verschärft und wird nun auch den Arbeitsmarkt erfassen.

Die pessimistischen Wirtschaftsaussichten werden von Ergebnissen einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) untermauert.  Von den über 1.800 Firmen rechnet der Großteil für 2009 mit deutlichen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft. Knapp 37 Prozent der Betriebe glauben, dass sie weniger produzieren werden - nur 24 Prozent erwarten eine bessere Auftragslage. Besser sieht es für die Investitionsgüterindustrie aus: 28 Prozent glauben, dass der Output wachsen wird.

Laut IW dürfte der schwächere Außenhandel mit verantwortlich für die schlechte Stimmung sein. Fast 26 Prozent der teilnehmenden Unternehmen erwarten einen Rückgang beim Export, während lediglich 23 Prozent mit einem Zuwachs rechnen. Entsprechend soll auch im Auslandsgeschäft weniger investiert werden, dies geben 34 Prozent der Firmen an. Nur 23 Prozent wollen mehr Investitionen tätigen als in diesem Jahr. Dies wiederum wird sich, wie Sinn bereits richtig bemerkte, auf die Anzahl der Arbeitsplätze auswirken. 35 Prozent der von vom IW befragten Unternehmen planen, Personal abzubauen und nur 19 Prozent wollen weitere Leute einstellen.

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Auf Basis der Ergebnisse korrigierte das Institut seine Vorhersage für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland im Jahr 2009 auf 0,5 Prozent, gegenüber 0,6 Prozent im Oktober - eine weitere Bestätigung für das Kommen eine Rezession also.  andere Experten mit einer Rezession im kommenden Jahr. Das Institut nahm am Montag seine Prognose für die deutsche Wirtschaftsentwicklung 2009 auf ein Minus von „knapp 0,5“ Prozent zurück. Noch im Oktober hatte das IW ein Plus von 0,6 Prozent erwartet.

Gegenüber der FAZ erklärte der IW-Direktor Michael Hüther, dass trotz dem Ernst der Lage kein “Grund zur Panik” bestehe. Nach Einschätzungen des Kölner Forschungsinstituts wird sich die Arbeitslosenzahl im Jahresschnitt um 190.000 auf knapp 3,5 Millionen im Jahresdurchschnitt steigen. Die Zeitung schreibt weiter:

Um der Krise zu begegnen, sprach sich Hüther für Steuersenkungen verbunden mit einer Abschaffung des Solidaritätszuschlages aus.

Wie geht es 2009 an der Börse weiter?

Sonntag, den 23. November 2008

Einschätzungen und Prognosen von Rigobert Kaiser vom Bayerischen Rundfunk.