Archiv der Kategorie ‘Börse‘

Deutsche Bank sorgt für Optimismus an der Börse

Donnerstag, den 29. Oktober 2009

Die Deutsche Bank hat das Dritte Quartal mit einem Milliardengewinn abgeschlossen und damit die Analyseerwartungen übertroffen. Das Geldhaus hat etwa 1,4 Milliarden vor Steuern verdient - vor einem Jahr noch, als die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die Finanzwelt in eine tiefe Krise stürzte, waren es noch jediglich 414 Millionen Euro. Steuervorteile und ein angekurbeltes Privatkundengeschäft haben dem Bankhaus wieder bessere Zeiten beschert. Auch der Blick in die Zukunft ist positiv, wie die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte:

Es wird erwartet, dass alle Geschäftsbereiche positive Ergebnisse ausweisen werden.

Am Börsenparket wurden die positiven Meldungen zunächst skeptisch aufgenommen. Während vor Börsenbeginn die Zahlen noch für leichte Kursgewinne sorgten, drehte sich die Stimmung daraufhin. Die Aktien der Deutschen Bank verbuchten einen Verlust über 3 Prozent auf 53,67 Euro und rutschten damit an das Ende der Rangliste der Dax-Konzerne. Grund für die bedrückte Stimmung unter den Investoren sind die deutlich besseren Zahlen der US-Konkurrenten. So haben JPMorgan Case und Goldman Sachs noch viel mehr verdient als das deutsche Bankinstitut. Ein Händler erklärt:

Vor Steuern haben sie die Analystenerwartungen zwar leicht übertroffen, aber nicht das geliefert, was sich einige Anleger nach den Zahlen der US-Wettbewerber vielleicht erträumt haben.

Für weitere Spannung an der Börse sorgt die erwartete Übernahme Ende des Monats: Nach Übernahme der Berliner Bank, der Norisbank und Teile der Postbank steht nun die angeschlagene Privatbank Sal. Oppenheim auf der Liste. Die Aktie sollte man im Blick behalten - die heute veröffentlichte Bilanz jedenfalls spricht Bände: der Gewinn in Höhe von 1,4 Milliarden Euro lässt auf weiteres Wachstum hoffen und stimmt die Anleger nun wieder positiv:

Die Aktie legte bis zum Nachmittag um mehr als 3,5 Prozent zu und gehörte damit zu den besten Werten im Deutschen Aktienindex DAX. 

Netbooks erobern den Computermarkt

Dienstag, den 25. August 2009

Der Verkauf von Laptops und Desktops sinkt in ganz Europa. Der Absatz der kleinen, internetfähigen Netbooks steigt dafür stetig an. Das wiederum drückt die Gewinne der Computerhersteller, denn die preiswerten Computer haben Margen von oft weniger als einem Prozent des Kauferlöses. Unruhige Zeiten für die Computerbranche sind die Folge.

Computerabsatz in WesteuropaAufgrund der Wirtschaftskrise sind zudem die Budgets vieler Unternehmen deutlich geringer. Neuanschaffungen sind eher selten. Ein weiterer Grund für die zurückgegangenen Gewinne besteht darin, dass viele Unternehmen auf die Einführung des neuen Betriebssystems Windows 7 von Microsoft warten. Nach einer Studie des Analystenhauses Gartner sind die Verkäufe an Unternehmen insgesamt um etwa 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Positiv zu bewerten ist dagegen der Einzelhandel: Hier stiegen die Verkäufe um etwa 20 Prozent. Hinter dem Anstieg stehen die Netbooks. Inzwischen machen sie bereits 20 Prozent des gesamten europäischen Computermarktes aus.

Deutlich zulegen konnte der taiwanische Computerhersteller Acer. Während die Konkurrenz mit Absatzeinbrüchen kämpfte, verbuchte Acer einen Absatzanstieg von 24,3 Prozent. Das brachte das Unternehmen an die Spitze der europäischen Computerbranche. Gefolgt wird das Unternehmen von Hewlett-Packard und Dell.

Trotz Absatzrückgängen bleibt die Zukunft des Computermarktes spannend: Neben den klassischen Laptops und Desktops werden die großen Computerhersteller sogenannte „All-in-one-Geräte“ anbieten – Bildschirme mit integriertem Computer, die über ein Touchscreen bedient werden. Eine Investition in den Computermarkt könnte sich daher doch noch lohnen…

Aktien-Boom ade?

Donnerstag, den 6. August 2009

Bundesbürger legen weniger Geld in Direktanlagen an. Dies zumindest bestätigt die aktuelle Befragung des Deutschen Aktieninstituts (DAI), an der sich 26.000 Anleger hierzulande beteilgten (PDF). Die Folgen des Finanzdebakels sind demnach ganz klar sichtbar: im ersten Halbjahr 2009 ist die Zahl der Aktienbesitzer im nur um 20.000 auf insgesamt 8,812 Millionen Anleger gestiegen. Das sind 13,6 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Während zu boomenden New Economy Zeiten 12 Millionen Deutsche ihr Geld in Aktien anlegten, ging es bereits ab 2002 bergab mit der Zahl der Aktien- und Fondsbesitzer. Das zweite Halbjahres 2008 dann brachte den völligen Absturz - nicht nur des Systems: laut DAI waren es nur noch 8,792 Millionen Anleger.

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Dass die Zahl der Aktionäre seid Krisenbeginn wieder leicht anstieg, ist allerdings nicht auf mehr Direktanlagen zurückzuführen. Vielmehr investierten (wieder) mehr Aktionäre in Fonds. Im Vergleich zählte das Institut nämlich mit 3,4 Millionen rund 190.000 weniger Direkt-Aktionäre. Fondsbesitzter gab es im ersten Halbjahr 2009 6,8 Millionen und damit 232.000 mehr als bei der letzten Auszählung. Insgesamt sind es 42.000 Neu-Anleger, wobei sich die beiden Gruppen natürlich auch überschneiden. Daher schätzt das DAI die reale Zahl der Börsen-Neulinge auf 20.000.

Schön ist, dass sich offenbar wieder mehr junge Leute für Aktien begeistern lassen. DAI-Vorstand Rüdiger von Rosen scheint beflügelt, gerade von der höheren Anzahl der unter 40-Jährigen - immerhin waren es in dieser Altersgruppe 117.000 mehr Aktienbesitzer:

Dass jüngere Anleger vermehrt Aktien und Aktienfondsanteile kaufen, verdeutlicht die Bereitschaft zu einer frühzeitigen Altersvorsorge.

Börsenpsychologe bei Cognitrend, Joachim Goldberg, sieht anhand der Zahlen keine Veränderung im Anlageverhalten:

Die Zuwächse bei den Aktionärszahlen sind fundamental nicht zu begründen. Angesichts der gigantischen Kursverwerfungen des vergangenen Jahres hätte ich eher einen weiteren Vertrauensschwund bei den privaten Investoren erwartet.

Sieht man sich die Studie “Depression Babies” von der UC Berkley (PDF) an, so widersprechen die Ergebnisse der DAI-Untersuchung. Demnach entscheiden die ersten Börsenerfahrungen über die spätere Risikofreude der Anleger: viele junge Sparer zahlten zu Rezessionszeiten von 2000 bis 2003 viel “Lehrgeld” und gehen daher sehr vorsichtig mit Aktienkäufen um. Daher überrascht der Anstieg der Aktionärszahlen im ersten Halbjahr: gerade jetzt einzusteigen, ist mutig. Seit seinem Tiefstand im März von 3588 Punkten, legte der Dax 50 Prozent zu. Dennoch glaubt Goldberg, die wachsenden Aktionärszahlen sollten nicht überbewertet werden.

Harry Dent, Autor des gerade auf dem deutschen Markt erschienenen Buches “Depression Voraus! So kommen Sie sicher durch die Börsenflaute” kann auch keinerlei Optimismus für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung teilen. Er glaubt, dass die Depression in Amerika bis 2012 anhalten wird:

Die bisherige Krise war nur ein Appetitanreger. Machen Sie sich bereit für die nächste große Depression.

Die Meinungen gehen also klar auseinander und man rufe sich auch in Erinnerung, dass Börsenpropheten überoptimistisch und träge sind, wie im vorangegangen Artikel beschrieben. Verlass ist also auf Prognosen generell nicht. Und von der steigenden Aktionärszahlen auf ein Ende der Depression zu schließen, wäre schlichtweg naiv. Dennoch gibt die gute Perfomance des DAX 30, der sich zur Zeit auf seinem Jahreshoch befindet, Hoffnung!

Erfolgreiches Millionendepot mit Freenet, Sixt, Medigene und Porsche

Donnerstag, den 9. Juli 2009

Seit einem Viertel Jahrhundert beschäftigt sich der Börsenexperte Gerd Weger mit Direktanlagen. Sein neu aufgelegtes Millionendepot stockte er am 1. Juli mit den Aktien von SixtFreenet, Medigene und nun auch Porsche auf. Freenet bekommt dem Depot dabei besonders gut: der Wert ist mittlerweile bereits um gut sieben Prozent gestiegen.

FREENET AG (WKN A0EAMM) - Aktienkurs, Aktien Analysen, Chartverlauf

Nicht umsonst erhielt die Internet-Aktie auf auf myStocks 40 Buy-Empfehlungen in den letzten sechs Monaten. So war die Ersteinschätzung des Deutsche Bank-Analysten Benjamin Kohnke:

Die Aktien des Telekommunikationsunternehmens seien auf dem besten Weg zu einer attraktiven Dividendenaktie zu werden (…) Das Kerngeschäft Mobilfunk sei eine Cash-Maschine und die Ablösung von Randaktivitäten dürfte für zusätzliche Fantasie sorgen.

Und genau diese Studie war es auch, die Gerd Weger zum Kauf der Freenet-Aktie veranlasste. Neben den Werten von Sixt und Freenet entschied sich Weger auch für eine Investition in Medigene, Biotechnologieunternehmens, dessen Aktie aktuell an Wert gewinnt. Der Kauf der Porsche-Aktie brachte zunächst leichte Verluste. Insgesamt legt der Börsenprofi Wert auf eine breite Streuung und ein ausgeglichenes Verhältnis der Direktanlagen in seinem Depot. Klarim Fokus stehen, so Wegner in einem Interview mit Der Aktionär, deutsche Aktien:

Internationale Titel wer den bei Bedarf beigemischt. Die Trennlinie zwischen konservativen und spekulativen Aktien wurde mit der Finanzkrise stark verwischt. Für das Depot heißt das, dass nicht nur mit kleinen Werten, sondern durchaus auch mit DAX-Aktien kurz fristig getradet werden kann.

Wegers Ziel mit dem Millionendepot ist selbstwusst. Er ist bereits auf einem guten Weg dahin, die „deutliche Outperformance gegenüber den wichtigen Indizes DAX 30 & Co” zu erreichen. Wir sind gespannt und berichten vom Status Quo!

Grüne Investments stehen hoch im Kurs

Dienstag, den 23. Juni 2009

Seit Beginn der Wirtschaftskrise werden nachhaltige Finanzprodukte immer attraktiver. Die Nachfrage steigt nach “grünen Investements” - also nach Aktien und Fonds von Unternehmen, die mit alternativen Energien oder ökologischer sinnvoller Technologie Geld verdienen. Ein möglicher Grund für die zunehmende Beliebtheit ist die Rückbesinnung auf die “wahren Werte”. Dies erklärt Susanne Kazemieh von der Frauenfinanzgruppe Hamburg, einer unabhängigen Beratungsstelle für nachhaltige Geldanlagen:

Jetzt rücken wieder die Werte in den Fokus, die wirklich zählen.

Sie ist sicher, dass sich die Investitionen hier lohnen,

weil umweltschonendes Wirtschaften langfristig zu stabilerer Wertentwicklung führt.

Überzeugt von der positiven Entwicklung ist auch Stephan Buchwald, Geschäftsführer des Hamburger Family Office Kontora. Seiner Meinung nach lohnen sich die „grünen Investments“ auch für Privatanleger. Bis 2020 rechnet er mit einer Verdoppelung des weltweiten Umsatzes der Branche. Die besten Gewinnchancen sieht Buchwald momentan bei Photovoltaik und Biogas, aber auch Solarstrom könne 2015 in Deutschland schon wettbewerbsfähig sein.

Viel Aufmerksamkeit hat in den letzten Monaten auch die Aktie Phoenix Solar bekommen. Das Unternehmen legt kontinuierlich zu, was sich auch an der Börse bemerkbar macht: Erst kürzlich ist es Phönix Solar gelungen, verschiedene Aufträge in Singapur zu gewinnen.

Auch Emissionshäuser haben die positiven Zeichen erkannt und bieten immer mehr nachhaltige Fonds an. So auch das Bankhaus Wölbern Private Equity, die mit “ProKlima” in Klimaschutz- und Umwelttechnologie investieren. Der Geschäftsführer vom Bankhaus, Sebastian Krüper, betont:

Durch die Finanzkrise hat die Branche der Umwelttechnologie wie erneuerbare Energien, Recycling oder zum Abbau von Kohlendioxid einen enormen Aufschwung bekommen.

Ein Indiz für den Aufwärtstrend der nachhaltigen Geldanlagen ist auch der Natur-Aktien-Index (NAI), der aus 30 weltweit ausgewählten Aktienwerten von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen besteht. In den letzten sechs Monaten konnte er ein Plus von 11,34 Prozent verzeichnen.

Und was besonders schön ist an den grünen Aktien: Neben den hohen Renditen tut man etwas für die Umwelt und hat ein gutes Gewissen!

Stichtag für Porsche: Hexensabbat

Freitag, den 19. Juni 2009

Heute wird es für Porsche spannend: An der Börse laufen die Optionsgeschäfte aus. Börsianer nennen diesen Freitag “Hexensabbat” - ein Tag, in dem Aktienkurse verrückt spielen können. 

Ein kurzer Rückblick: Porsche hält inzwischen knapp 51 Prozent an VW. Dazu kommt, dass sich der Sportwagenbauer im Frühjahr 2008 mit über Optionen mit Banken sich den Zugriff auf weitere VW-Anteile gesichert hat.

Noch weiß niemand, wann das Geschäft auf die Optionen ausläuft - ob möglicherweise am Hexensabbat - auch der Preis ist unbekannt. Sollte Porsche jedoch die Kaufoptionen einlösen müssen, könnte es für Porsche brenzlig werden. Aktienhändler bei Close Brothers Seydler, Oliver Roth erklärt:

Rund 640.000 Verkaufsoptionen auf VW laufen aus

Jede Option bezieht sich auf 100 Aktien - das entspricht rund 64 Millionen der VW-Aktien und knapp 22 Prozent der 295 Millionen umlaufenden Aktien. Gegen eine Prämie haben sich Institute das Recht gesichert, Porsche zu einem bestimmten Zeitpunkt VW-Aktien zu verkaufen. Nun stellt sich die Frage: Hat sich Großaktionär mit den komplexen Optionsgeschäften verwettet oder kommt Porsche unversehrt davon? Im schlimmsten Fall könnte Porsche Milliarden Euro verlieren. Christian Breitsprecher, Automobilanalyst der Privatbank Sal.Oppenheim sieht die Lage von Porsche eher skeptisch: Er schätzt den möglichen Verlust für den Automobilhersteller durch die Put-Optionen auf 3,5 Milliarden Euro.

Schon seit längerer Zeit steht Porsche unter Druck. Durch die Austockung der Beteiligung an VW musste Porsche hohe Schulden auf sich nehmen. Inzwischen hat sich Porsche Kredite in Höhe von 10,75 Milliarden gesichert. Weitere 1,75 Milliarden sollen zusätzlich von der staatlichen Förderbank KfW kommen. Dazu kommt der ständige Machtkampf an der Spitze und der jüngste Absatzeinbruch - Faktoren, die für Porsche turbulente Zeiten auslösen.

Heute schaut die gesamte Börse auf die Porsche und VW-Aktien. Es könnte zu einem der bedeutendsten Tage für die Automobilhersteller werden, schließlich gehiti eis um die Zukunft von Porsche und VW. Alles ist möglich: VW könnte noch als Tochter von Porsche enden - genauso ist das Gegenteil möglich - oder es passiert nichts. Warten wir es ab!

Die Zukunft liegt im Reich der Mitte

Freitag, den 12. Juni 2009

Die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Welt schöpft wieder Hoffnung. Viele Augen sind dabei auf China gerichtet. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Landes sind auch die Wertpapiere in den Fokus der Aufmerksamkeit internationaler Investoren gerückt. Wer hohe Rendite und damit großes Wachstumspotential sucht, sollte sein Portfolio mit Wertobjekten aus China anreichern.

Asienexperten allerorts sprechen Kaufempfehlungen aus. So auch Mark Konyn, Asien-Chef der Allianz-Tochter RCM, der in einem Interview betont:

Chinesische Aktien werden innerhalb der kommenden fünf Jahre zu einer eigenen Anlageklasse, an der niemand mehr vorbeikommt. Man wird dann in heimischen Aktien investieren, in Gold, in Renten, in Hedgefonds oder andere Anlageklassen – und in chinesischen Aktien.

Und erklärt weiter, dass das globale Finanzzentrum 2020 Shanghai heißen könnte:

Shanghai wird in der Tat ein wichtiger Standort für die Finanzindustrie werden. Die chinesische Regierung hat gerade erst angekündigt, dass sie die Stadt bis zum Jahr 2020 zu einem internationalen Finanzzentrum entwickeln will. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass sich das Land weiter öffnen möchte.

Zwar ging der Export im Vergleich zur Vorjahrsperiode um ganze 26,4 Prozent zurück. Trotzdem sind die Erwartungen auf eine starke wirtschaftliche Entwicklung Chinas hoch. Optimismus herrscht auch an der Börse. Dafür sorgte kürzlich erst ein massives staatliches Investitionsprogramm, von dem besonders Firmen aus den Bereichen Infrastruktur, Bau und Konsum profitierten. Das Konjunkturpaket in Höhe von 585 Milliarden Dollar ließ die Investitionsausgaben in die Höhe schlagen: Im Mai waren sie 33 Prozent höher als im Vorjahr. Wie nachhaltig die Investitionen sind, wird sich dann zeigen müssen.
Der chinesische Aktienmarkt ist sehr spannend, für Außenstehende schwer durchschaubar und sehr spekulativ. Doch durch die zunehmenden Öffnungstendenzen der chinesischen Börse wird der Markt für Investoren immer attraktiver. Will man in chinesische Aktien investieren, sollte man sich vorher unbedingt mit den individuellen Charakteristika der chinesischen Märkte vertraut machen.
ASIAN BAMBOO AG INH.ON (WKN A0M6M7) - Aktienkurs, Aktien Analysen, Chartverlauf

Ein schönes Beispiel für das große Potential chinesischer Aktien ist Asia Bamboo. Nach dem Börsengang im November 2007 legte die Aktie des Bambusherstellers eine regelrechte Achterbahnfahrt hin. Mittlerweile hat sich die Aktie erstaunlich gut erholt und erhält ausschließlich Kaufempfehlungen.

Das ist natürlich nur ein Exempel von Vielen. Die Bedeutung chinesischer Aktien wird auch in Zukunft weiter ansteigen – da geht sicherlich kein Weg daran vorbei. Ab in das Reich der Mitte!

Mrs. Dax sorgt für ein bisschen Weiblichkeit an der Börse

Donnerstag, den 28. Mai 2009

Simone Wallmeyer, Skontroführerin bei der ICF Kursmakler AG und neue Simone Wallmeyer, Skontroführerin bei der ICF Kursmakler AG, ist die neue “Mrs. Dax” am Börsenparkett. Ihr vorgänger ist der gerade zu Zeiten der Finanzkrise gern fotografierte Dirk Müller, dessen Foto jedem Bekannt sein dürfte: sein Gesichtsausdruck war immer Spiegelbild der börslichen Entwicklung. Die Capital hat ein Interview mit ihr geführt. Wallmeyer gibt zu, dass die Stimmung am Parkett natürlich auch ihre eigene Mimik beeinflusst. Toll findet sie es nicht immer, dass sie regelmäßig an ihrem Arbeitsplatz gefilmt und für Zeitungen in Szene gesetzt wird:

Das eine oder andere Foto sollte besser nicht abgedruckt werden - etwa wenn ich einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck habe. Kürzlich bin ich mal wieder auf Fotos gestoßen, die ich lieber nicht veröffentlicht gesehen hätte und von denen ich der Ansicht bin, dass sie der Fotografen fairerweise nicht zum Verkauf ins Netz hätte stellen sollen. Wer sie gemacht hat, weiß ich nicht. Aber wenn ich den oder die erwischen würde, würde ich der Person gerne die Hammelbeine langziehen.

Trotzdem hat ihr Job auch Vorteile. Mittlerweile hat sich bei Wallmeyer ein internationales Zeitungsarchiv angesammelt - denn ihre Bilder erscheinen ja in den Börsenteieln auf der ganzen Welt. Eine Fotografin konnte mit einem Foto von der Börsenmaklerin sogar einen Preis gewinnen - der Wettbewerb “Rückblende” ist einer der wichtigsten Preise in der Fotografie. Mit diesem Bild landet Wallmeyer sogar im Bonner Museum.

Dass sie ihre Prominenz kommerzialisiert, wie ihr Vorgänger Dirk Müller das getan hat, schließt die smarte Dax-Frau fast aus.

Für so etwas bin ich nicht der Typ. Natürlich wäre es nett, wenn ich Geld für das eigene Foto bekommen würde. Aber an der Börse befinden wir uns im öffentlichen Raum, wie es so schön heißt, und haben daher auch keine Rechte an unseren Fotos. Also erhalte ich keinen Cent. Und ich glaube auch nicht, dass die Welt noch jemanden braucht, der sich - was die Börse betrifft - groß in Szene setzt.

Schön, dass es auch noch bekannte Mensche gibt, die bescheiden bleiben ;-)

Der Rubel am Aktienmarkt rollt wieder

Mittwoch, den 20. Mai 2009

Heute konnte der Dax deutlich die 5000-Punkte-Marke überschreiten. Da gerät so manch Börsianer und Anleger ins träumen und hofft auf das endgültige Ende der anhaltenden Baisse. Barron’s-Börsenexperte Michael Santoli fasst das so zusammen: “Wir ziehen unsere Finger langsam vom Panik-Knopf zurück.”

Das zurückkehrende Vertrauen in Aktienanlagen spiegelt sich auch in mehreren Stressbarometern wieder. So beispielsweise der Deka-Finanzmarktstress-Indikator (DFI) für Euroland: diese Woche lag er auf dem niedrigsten Stand seit der Insolvenz der Lehman Brothers. Die Experten von Deka erklären hierzu:

Das signalisiert, dass sich das europäische Finanzsystem auf einem guten Weg zu einer nachhaltigen Entspannung befindet. Um von einer Normalisierung an den Finanzmärkten zu sprechen, ist es aber noch zu früh.

Vielleicht ist jetzt der richtige moment, um auf die Welle des Aufschwungs aufzuspringen? Viele Werte entwickeln sich aktuell jedenfalls äußerst positiv. Dabei war der erhebliche Sprung nach oben bei Continental wohl eher eine Ausnahme. Nachdem Schaeffler zunächst eine feindliche Übernahme plante, gab Continental heute bekannt, dass es nun umgekehrt plane, den französischen Autohersteller zu übernehmen. Die Aktie geriet daher heute in Fahrt, ganz zur Freude der Anleger ;-)

Internet-Start-ups: Ohne Moos nix los

Dienstag, den 19. Mai 2009

Bisher war der Börsengang eine bewährte Methode für Jungunternehmen, um sich zu finanzieren. Doch die Börsendebüts bleiben in diesem Jahr angesichts der Finanzkrise fast völlig aus (s. Blogeintrag Kaum Neuemissionen an der Börse). Selbst Internetunternehmen, deren Marktanteile sich derzeit verlgeichsweise solide entwickeln, hätten jetzt an der Börse keine Chance. Und auch sie leiden derzeit unter niedrigen Bewertungen. Für sie wird der Verkauf von Anteilen fast so schwierig, wie an Risikokapital zu gelangen. Dies bestätigt Christian Leybold, Partner bei BV Capital, gegenüber Holger Schmidt (FAZ) hat auf dem Internetszenetreff, der next09 Konferenz.

Der Venture Capitalist erklärt, welche Investitionen angesichts der Wirtschaftskrise noch interessant sind. Dabei nennt er vor allem den E-Commerce als attraktive Branche:

Wir investieren weiterhin in Unternehmen, die großes Wachstumspotential haben und idealerweise eine etablierte Industrie oder einen etablierten Prozess umstülpen oder stark verändern. Allerdings muss man sagen, davon gibt es in Europa nur ganz wenige. Davon kann man als Risikokapitalgeber nicht leben. Wir müssen deshalb auch schauen, welche Themen vielleicht das Potential haben, einen Ausstieg in der Größenordnung zwischen 20 und 50 Millionen Euro zu ermöglichen.

Für Web 2.0-Start-ups dagegen sieht Leybold eher wenig Chancen auf Risikokapital, insbesondere sieht er schwarz für Web 2.0 Communitys:

Web 2.0 hat es heute viel schwerer als noch vor zwei Jahren. Letztlich hängt es von den Kapitalkosten für Start-ups ab. Wenn diese Kosten hoch sind, muss schnell Umsatz erzielt werden. Bei niedrigen Kosten kann man sich eine längere Wachstumsphase leisten, um Reichweite aufzubauen. Allerdings gibt es in Europa nur sehr wenige Web-2.0-Unternehmen, die Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe gerechtfertigt haben. (…) Ein echtes Neuinvestment in ein Community-Thema ist sehr schwierig.

Wovon aber gerade Unternehmen im E-Commerce-Bereich profitieren, ist der Trend hin zum Online-Shopping, so Leybold:

Im E-Commerce-Umfeld haben sich die „Private-Shopping”-Portale als neues Modell etabliert. Diese Unternehmen haben schon relativ viel Geld aufgenommen, so dass es wenig Sinn macht, weitere Unternehmen an den Start zu bringen. Das Umfeld ist aber gut. Die Menschen kaufen heute verstärkt im Internet ein. Viele Segmente, die heute noch vorwiegend offline verkauft werden, wandern jetzt ins Netz. Das schafft Möglichkeiten, insbesondere, wenn man es mit neuen Verkaufskonzepten kombiniert. Zum Beispiel Votings über Produkte. Selbst das Group-Buying, wie es früher Letsbuyit versucht hat, taucht wieder auf. Auch im Kleidungsbereich - zum Beispiel von Designern - sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Fatal ist, welche Überlebenschance der Risikokapitalgeber Internet-Startups gibt. Während die einen in diesem Jahr kaum eine Folgefinanzierung von ihrem Business Angel oder Venture Capitalisten bekommen, kommen die anderen erst gar nicht an das notwendige Startkapital:

Wenn man den Kreis beschränkt auf die Gründer, die ein Unternehmen gründen mit der Intention, Geld aufzunehmen, und die erste Finanzierung noch nicht haben, dann überleben wahrscheinlich weniger als 10 Prozent diese Phase. Diese Quote ist auch in guten Zeiten sehr gering. Aber jetzt halbiert sich die Quote sicher noch einmal.