Deutsche Bank sorgt für Optimismus an der Börse
Donnerstag, den 29. Oktober 2009Die Deutsche Bank hat das Dritte Quartal mit einem Milliardengewinn abgeschlossen und damit die Analyseerwartungen übertroffen. Das Geldhaus hat etwa 1,4 Milliarden vor Steuern verdient - vor einem Jahr noch, als die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die Finanzwelt in eine tiefe Krise stürzte, waren es noch jediglich 414 Millionen Euro. Steuervorteile und ein angekurbeltes Privatkundengeschäft haben dem Bankhaus wieder bessere Zeiten beschert. Auch der Blick in die Zukunft ist positiv, wie die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte:
Es wird erwartet, dass alle Geschäftsbereiche positive Ergebnisse ausweisen werden.
Am Börsenparket wurden die positiven Meldungen zunächst skeptisch aufgenommen. Während vor Börsenbeginn die Zahlen noch für leichte Kursgewinne sorgten, drehte sich die Stimmung daraufhin. Die Aktien der Deutschen Bank verbuchten einen Verlust über 3 Prozent auf 53,67 Euro und rutschten damit an das Ende der Rangliste der Dax-Konzerne. Grund für die bedrückte Stimmung unter den Investoren sind die deutlich besseren Zahlen der US-Konkurrenten. So haben JPMorgan Case und Goldman Sachs noch viel mehr verdient als das deutsche Bankinstitut. Ein Händler erklärt:
Für weitere Spannung an der Börse sorgt die erwartete Übernahme Ende des Monats: Nach Übernahme der Berliner Bank, der Norisbank und Teile der Postbank steht nun die angeschlagene Privatbank Sal. Oppenheim auf der Liste. Die Aktie sollte man im Blick behalten - die heute veröffentlichte Bilanz jedenfalls spricht Bände: der Gewinn in Höhe von 1,4 Milliarden Euro lässt auf weiteres Wachstum hoffen und stimmt die Anleger nun wieder positiv:

Verraten und verkauft fühlten sich nicht nur die Kunden, die im letzten Jahr auf die Lehman Brothers Zertifikate reingefallen sind. 




