Netbooks erobern den Computermarkt

25. August 2009 von Anna Friedrich

Der Verkauf von Laptops und Desktops sinkt in ganz Europa. Der Absatz der kleinen, internetfähigen Netbooks steigt dafür stetig an. Das wiederum drückt die Gewinne der Computerhersteller, denn die preiswerten Computer haben Margen von oft weniger als einem Prozent des Kauferlöses. Unruhige Zeiten für die Computerbranche sind die Folge.

Computerabsatz in WesteuropaAufgrund der Wirtschaftskrise sind zudem die Budgets vieler Unternehmen deutlich geringer. Neuanschaffungen sind eher selten. Ein weiterer Grund für die zurückgegangenen Gewinne besteht darin, dass viele Unternehmen auf die Einführung des neuen Betriebssystems Windows 7 von Microsoft warten. Nach einer Studie des Analystenhauses Gartner sind die Verkäufe an Unternehmen insgesamt um etwa 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Positiv zu bewerten ist dagegen der Einzelhandel: Hier stiegen die Verkäufe um etwa 20 Prozent. Hinter dem Anstieg stehen die Netbooks. Inzwischen machen sie bereits 20 Prozent des gesamten europäischen Computermarktes aus.

Deutlich zulegen konnte der taiwanische Computerhersteller Acer. Während die Konkurrenz mit Absatzeinbrüchen kämpfte, verbuchte Acer einen Absatzanstieg von 24,3 Prozent. Das brachte das Unternehmen an die Spitze der europäischen Computerbranche. Gefolgt wird das Unternehmen von Hewlett-Packard und Dell.

Trotz Absatzrückgängen bleibt die Zukunft des Computermarktes spannend: Neben den klassischen Laptops und Desktops werden die großen Computerhersteller sogenannte „All-in-one-Geräte“ anbieten – Bildschirme mit integriertem Computer, die über ein Touchscreen bedient werden. Eine Investition in den Computermarkt könnte sich daher doch noch lohnen…

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