Zocken wie die Manager!
24. Juni 2009 von Anna FriedrichSpielerisch leicht durch die Finanzkrise kommen ist nun möglich mit dem neuen Finanzkrisenquartett. Vier Berliner Studenten haben das Quartett im Rahmen eines Unternehmerwettbewerb der Freien Universität entworfen.
Das Speil versetzt einen in seine Kindheit zurück: Statt Autos, Flugzeugen oder Motorädern jagt man aber den Mitspielern staatlich gerettete Banken und bankrotte Firmen ab. Fabian Renk, 25-jähriger BWL-Student an der FU Berlin erklärt das Spiel so:
Der Gedanke hinter dem Speil ist dennoch ernst, wie Renk weiterhin schildert:
Man findet spielerisch heraus, welche Banken und Konzerne von der Krise fast oder sogar ganz vernichtet wurden - und welcher Konzern die meisten Staatshilfen eingestrichen hat und wer die hohen Entlassungszahlen verantworten muss. Das 32-Karten-Quartett lässt sich dabei auf unterschiedliche Weise spielen. Die traditionelle Variante sieht wechselseitiges Ziehen vor, bis ein Spieler etwa alle Firmen aus Gruppe E zusammen hat. Das sind die Versicherer: AIG, Allianz, Swiss Re und Münchener Rück. Bei der “familienfreundlichen” Spielvariante gewinnt dafür derjenige, der wirtschaftlich am besten da steht und idealerweise sogar noch Leute einstellt.
Wer einen höheren Spaßfaktor sucht, sollte sich für die “Supertrumpf” Variante entscheiden: Reihum lesen die Spieler eine der fünf Angaben etwa zur Höhe der erhaltenen Hilfen oder dem Verfall des Aktienkurses vor. In dieser eher makabren Variante gewinnen die höchsten Werte. Selbst mit den 102 Mrd. Euro Staatsgeld für die Hyo Real Estate lässt sich so noch einen Stich holen. Mit anderen Worten: Aus Finanzkrisenverlieren werden Gewinner!
Das Spiel zur Krise könnt ihr seit kurzem auf www.finanzkrisenquartett.de bestellen - Kostenpunkt: acht Euro. Anvisiert werden ironische Autobauer und Banken, die auf der Suche nach originiellen Geschenken sind. Die Macher des Quartetts haben bereits potentielle Kunden angeschrieben, unter ihnen auch Josef Ackermann, der sogar eine persönlichen Brief bekommen haben soll. Renk äußert sich zu seiner Vision:
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