Monatsarchiv für Juni 2009

Tendenz steigend: Aktienbesitzer in Deutschland

Dienstag, den 30. Juni 2009

Nur knapp ein Drittel (32%) der Befragten rechnet in den kommenden sechs Monaten mit steigenden Aktienkursen. Das ergibt eine Umfrage der Union Investment zum Anlageverhalten im zweiten Quartal 2009. Im Vergleich zum Quartal des Vorjahres sind das elf Prozent weniger. Männer schauen dabei mit 36 Prozent zuversichtlicher in die Zukunft als Frauen mit 26 Prozent.

Pessimistisch bleiben die Befragten auch im Hinblick auf die Aussichten für die Gesamtwirtschaft: 65 Prozent rechnen mit einer allgemeinen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage.

Die trübe Stimmung spiegelt sich allerdings nicht in der Beurteilung der persönlichen, finanziellen Lage wider: mehr als die Hälfte der Anleger geht von keinen negativen Folgen der Wirtschaftskrise auf die persönliche Lage aus.

Erstaunlich ist auch, dass so viele Aktien- und Aktienfondsbesitzer bereit sind, in Aktien zu investieren. Gegenüber dem ersten Quartal ist die Zahl der Wertpapierbesitzer, die Aktien kaufen möchten um stolze 16 Prozent gestiegen!

Die könnte ein Zeichen dafür sein, dass Anleger für die Aktienmärkte wieder bessere Zeiten erahnen…

Top Aktien Analyse der MyStocks Community im Juni 2009

Montag, den 29. Juni 2009

Die Top Aktien Analyse des Monats Juni wurde zu einem Dax 30 Unternehmen verfasst. Nutzer “Adil Bouklata” hat am 7. Mai eine ausführliche und zutreffende Analyse zu der Beiersdorf AG verfasst und dabei eine Kurssteigerung von 7% binnen einem Monat prognostiziert.

Zahlreiche MyStocks Nutzer schlossen sich dieser Einschätzung an und bewerteten die Aktien Analyse als “richtig”. Der prognostizierte Kursverlauf (rote Linie) traf ziemlich genau den tatsächlichen Kursverlauf und die Beiersdorf Aktie notierte bei Auslaufen der Analyse am 7. Juni mit 34,00 EUR 5% über dem Kurswert bei Abgabe der Analyse.

Top Akiten Analyse im Juni 2009

Wie im Chart zu erkennen ist, wird bei Auslaufen der Analyse der prognostizierte dem tatsächlichen Kursverlauf gegenübergestellt und daraus eine Genauigkeit der Analyse errechnet, welche in diesem Fall bei 97,14% lag.

Als Nutzer von MyStocks bietet diese Transparenz einen deutlichen Mehrwert, da für jeden privaten und Profi-Analysten die Analysegenauigkeit eingesehen werden kann. Sehen Sie selbst im Ranking der MyStocks Mitglieder die besten Analysten und verfolgen Sie deren Aktien Analysen.

Staat gibt Anlegern mehr Kontrolle

Montag, den 29. Juni 2009

Künfitg werden Anlagegespräche genauestens protokolliert. Das fordert die Politik zum Schutz der Verbraucher. Wohin nämlich die Falschberatung führt, das mussten viele Privatinvestoren im Laufe der Finanzkrise schmerzlich erfahren. Selten hatten sie etwas gegen ihre Anlageberater in der Hand, die häufig aufgrund von Provisionen zu bestimmten Papieren rieten. Nur wenige geprellte Anleger konnten ihre entsprechende Schadensersatzklage an ihre Bank durchsetzen. Das (blinde) Vertrauen in die Empfehlungen der Bankmitarbeiter schlug sich in herben Verlusten nieder.

Jetzt kümmert sich die großte Koalition in einem ihrer letzten Reformprojekte um diese Problematik. Nun soll die Aufzeichnung der Gespräche als Beweisstück dienen - für die Bankkunden. Am Freitag wird das entsprechende Gesetzt im Bundestag verabschiedet, dass es Anlegern ab sofort erleichtern wird, rechtliche Schritte gegen Falschberatung einzleiten.Im Detial gestaltet sich das so:

Das Protokoll ist vom Anlageberater zu unterschreiben und noch vor Abschluss eines Vertrags auszuhändigen. Bei telefonischer Beratung soll der Bankmitarbeiter künftig dazu verpflichtet sein, dem Kunden das Protokoll nach Hause zu schicken. Ist dieser mit dem Inhalt nicht einverstanden, kann er sieben Tage lang von dem Vertrag zurücktreten.

Auf dieses Gesetz haben Verbraucher lange gewartet. Sicherlich gilt hier: Besser spät, als nie.

Zocken wie die Manager!

Mittwoch, den 24. Juni 2009

Spielerisch leicht durch die Finanzkrise kommen ist nun möglich mit dem neuen Finanzkrisenquartett. Vier Berliner Studenten haben das Quartett im Rahmen eines Unternehmerwettbewerb der Freien Universität entworfen.

Das Speil versetzt einen in seine Kindheit zurück: Statt Autos, Flugzeugen oder Motorädern jagt man aber den Mitspielern staatlich gerettete Banken und bankrotte Firmen ab. Fabian Renk, 25-jähriger BWL-Student an der FU Berlin erklärt das Spiel so:

Früher haben wir im Autoquartett PS verglichen, heute im Finanzkrisenquartett die Zahl der Entlassenen.

Der Gedanke hinter dem Speil ist dennoch ernst, wie Renk weiterhin schildert:

Die Menschen verstehen die Finanzkrise nicht. Wir wollen, dass sie sich damit beschäftigen, dass ihnen bewusst wird, welche Zahlen kursieren.

Man findet spielerisch heraus, welche Banken und Konzerne von der Krise fast oder sogar ganz vernichtet wurden - und welcher Konzern die meisten Staatshilfen eingestrichen hat und wer die hohen Entlassungszahlen verantworten muss. Das 32-Karten-Quartett lässt sich dabei auf unterschiedliche Weise spielen. Die traditionelle Variante sieht wechselseitiges Ziehen vor, bis ein Spieler etwa alle Firmen aus Gruppe E zusammen hat. Das sind die Versicherer: AIG, Allianz, Swiss Re und Münchener Rück. Bei der “familienfreundlichen” Spielvariante gewinnt dafür derjenige, der wirtschaftlich am besten da steht und idealerweise sogar noch Leute einstellt.

Wer einen höheren Spaßfaktor sucht, sollte sich für die “Supertrumpf” Variante entscheiden: Reihum lesen die Spieler eine der fünf Angaben etwa zur Höhe der erhaltenen Hilfen oder dem Verfall des Aktienkurses vor. In dieser eher makabren Variante gewinnen die höchsten Werte. Selbst mit den 102 Mrd. Euro Staatsgeld für die Hyo Real Estate lässt sich so noch einen Stich holen. Mit anderen Worten: Aus Finanzkrisenverlieren werden Gewinner!

Das Spiel zur Krise könnt ihr seit kurzem auf www.finanzkrisenquartett.de bestellen - Kostenpunkt: acht Euro. Anvisiert werden ironische Autobauer und Banken, die auf der Suche nach originiellen Geschenken sind. Die Macher des Quartetts haben bereits potentielle Kunden angeschrieben, unter ihnen auch Josef Ackermann, der sogar eine persönlichen Brief bekommen haben soll. Renk äußert sich zu seiner Vision:

Unser Traum wäre es, das Spiel einmal bei ihm im Büro zu spielen. Leider wissen wir nicht, ob Herr Ackermann den nötigen Humor und die nötige Zeit dazu hat.

Grüne Investments stehen hoch im Kurs

Dienstag, den 23. Juni 2009

Seit Beginn der Wirtschaftskrise werden nachhaltige Finanzprodukte immer attraktiver. Die Nachfrage steigt nach “grünen Investements” - also nach Aktien und Fonds von Unternehmen, die mit alternativen Energien oder ökologischer sinnvoller Technologie Geld verdienen. Ein möglicher Grund für die zunehmende Beliebtheit ist die Rückbesinnung auf die “wahren Werte”. Dies erklärt Susanne Kazemieh von der Frauenfinanzgruppe Hamburg, einer unabhängigen Beratungsstelle für nachhaltige Geldanlagen:

Jetzt rücken wieder die Werte in den Fokus, die wirklich zählen.

Sie ist sicher, dass sich die Investitionen hier lohnen,

weil umweltschonendes Wirtschaften langfristig zu stabilerer Wertentwicklung führt.

Überzeugt von der positiven Entwicklung ist auch Stephan Buchwald, Geschäftsführer des Hamburger Family Office Kontora. Seiner Meinung nach lohnen sich die „grünen Investments“ auch für Privatanleger. Bis 2020 rechnet er mit einer Verdoppelung des weltweiten Umsatzes der Branche. Die besten Gewinnchancen sieht Buchwald momentan bei Photovoltaik und Biogas, aber auch Solarstrom könne 2015 in Deutschland schon wettbewerbsfähig sein.

Viel Aufmerksamkeit hat in den letzten Monaten auch die Aktie Phoenix Solar bekommen. Das Unternehmen legt kontinuierlich zu, was sich auch an der Börse bemerkbar macht: Erst kürzlich ist es Phönix Solar gelungen, verschiedene Aufträge in Singapur zu gewinnen.

Auch Emissionshäuser haben die positiven Zeichen erkannt und bieten immer mehr nachhaltige Fonds an. So auch das Bankhaus Wölbern Private Equity, die mit “ProKlima” in Klimaschutz- und Umwelttechnologie investieren. Der Geschäftsführer vom Bankhaus, Sebastian Krüper, betont:

Durch die Finanzkrise hat die Branche der Umwelttechnologie wie erneuerbare Energien, Recycling oder zum Abbau von Kohlendioxid einen enormen Aufschwung bekommen.

Ein Indiz für den Aufwärtstrend der nachhaltigen Geldanlagen ist auch der Natur-Aktien-Index (NAI), der aus 30 weltweit ausgewählten Aktienwerten von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen besteht. In den letzten sechs Monaten konnte er ein Plus von 11,34 Prozent verzeichnen.

Und was besonders schön ist an den grünen Aktien: Neben den hohen Renditen tut man etwas für die Umwelt und hat ein gutes Gewissen!

Stichtag für Porsche: Hexensabbat

Freitag, den 19. Juni 2009

Heute wird es für Porsche spannend: An der Börse laufen die Optionsgeschäfte aus. Börsianer nennen diesen Freitag “Hexensabbat” - ein Tag, in dem Aktienkurse verrückt spielen können. 

Ein kurzer Rückblick: Porsche hält inzwischen knapp 51 Prozent an VW. Dazu kommt, dass sich der Sportwagenbauer im Frühjahr 2008 mit über Optionen mit Banken sich den Zugriff auf weitere VW-Anteile gesichert hat.

Noch weiß niemand, wann das Geschäft auf die Optionen ausläuft - ob möglicherweise am Hexensabbat - auch der Preis ist unbekannt. Sollte Porsche jedoch die Kaufoptionen einlösen müssen, könnte es für Porsche brenzlig werden. Aktienhändler bei Close Brothers Seydler, Oliver Roth erklärt:

Rund 640.000 Verkaufsoptionen auf VW laufen aus

Jede Option bezieht sich auf 100 Aktien - das entspricht rund 64 Millionen der VW-Aktien und knapp 22 Prozent der 295 Millionen umlaufenden Aktien. Gegen eine Prämie haben sich Institute das Recht gesichert, Porsche zu einem bestimmten Zeitpunkt VW-Aktien zu verkaufen. Nun stellt sich die Frage: Hat sich Großaktionär mit den komplexen Optionsgeschäften verwettet oder kommt Porsche unversehrt davon? Im schlimmsten Fall könnte Porsche Milliarden Euro verlieren. Christian Breitsprecher, Automobilanalyst der Privatbank Sal.Oppenheim sieht die Lage von Porsche eher skeptisch: Er schätzt den möglichen Verlust für den Automobilhersteller durch die Put-Optionen auf 3,5 Milliarden Euro.

Schon seit längerer Zeit steht Porsche unter Druck. Durch die Austockung der Beteiligung an VW musste Porsche hohe Schulden auf sich nehmen. Inzwischen hat sich Porsche Kredite in Höhe von 10,75 Milliarden gesichert. Weitere 1,75 Milliarden sollen zusätzlich von der staatlichen Förderbank KfW kommen. Dazu kommt der ständige Machtkampf an der Spitze und der jüngste Absatzeinbruch - Faktoren, die für Porsche turbulente Zeiten auslösen.

Heute schaut die gesamte Börse auf die Porsche und VW-Aktien. Es könnte zu einem der bedeutendsten Tage für die Automobilhersteller werden, schließlich gehiti eis um die Zukunft von Porsche und VW. Alles ist möglich: VW könnte noch als Tochter von Porsche enden - genauso ist das Gegenteil möglich - oder es passiert nichts. Warten wir es ab!

Die Gier nach der lieben Kohle

Dienstag, den 16. Juni 2009

Geraint Anderson kennt das Leben der Londoner Bankiers in Sauß und Braus nur allzu gut. “Geld ist wie eine Droge”, das bestätigt der ehemalige “Cityboy”, der auf eine zwölfjährige Karriere als Star-Analyst in der englischen Hauptstadt zurückblickt.

Unter dem Pseudonym “Cityboy” schrieb er in der Zeitung “Thelondonpaper” über das exzessive Banker-Leben voll von Drogen und Prostitutierten. Schließlich hielt Anderson es nicht mehr aus. 2007 kündigte er und schrieb das Buch “Cityboy. Geld, Sex und Drogen im Herzen des Londoner Finanzdistrikts“. Hier verarbeitet sehr seine Erlebnisse in der Welt des Überflusses und Überdrusses.

Es scheint, als gehörten Drogen zu seiner Zeit bei den Bankern - neben den Sexorgien - zum Londoner Alltag. Mit Deutschland könne man diese Feierkultur nicht vergleichen, so Anderson. Frankfurter Analysten seinen viel ernsthafter, professioneller, kultivierter. Der Star-Autor glaubt trotzdem, dass es sie gibt: ehrliche Banker. Allerdings werden sie (vielleicht zurecht?) mit den verlogenen Kollegen in einen Topf geworfen.

Das Problem ist, dass die Ehrlichen mit Moral und Ethik keinen Erfolg in der City haben. Ganz im Gegensatz zu den korrupten. Wenn du dagegen richtig kriminell bist, kannst du es weit bringen in der City.

Anderson ist überzeugt, dass die Gier und die Arroganz der Bankmitarbeiter Hauptauslöser für die Finanzkrise sind. Schuld sei die Deregulierung, die Margaret Thatcher und dann die Tony Blair-Regierung verantworten. Da hatten korrupte und kriminelle Bankiers ein leichtes Spiel. In der Tat: wer verzichtet selbst in der tiefsten Krise freiwillig auf seine sechstelligen Boni? Keiner, der mit Geld handelt, wäre vermutlich freiwillig SO selbstlos. Aber es gibt auch andere Schuldige, wenngleich sie eine Nebenrolle spielen:

Auch die Ratingagenturen mit ihrem Triple-A-Rating auf hochtoxische Papiere haben sicherlich ihren Anteil, ebenso wie Bankenbosse, die die Gewinnmaximierung als oberstes Gebot ausriefen, oder institutionelle Investoren, die zu passiv waren. Man kann viele Mitschuldige aufzählen, aber letztlich kommt man immer wieder auf die Banker zurück, die zu hohe Risiken nur aus egoistischer Gewinnsucht eingegangen waren.

Die Einstellung des Profis zur zukünftigen Entwicklung der Finanzmärkte beruhigt ein wenig. So sagt er selbst, dass nun nach den Panikmeldungen noch vor wenigen Monaten mehr Ruhe eingekehrt sein. Trotzdem traut er der schnellen “Wende” nicht ganz:

Denn sicher werden wir bis Jahresende noch Rückschläge erleben. Schließlich stecken wir immer noch in einer Rezession. Eines lässt jedoch hoffen: Die Regierungen haben gut zusammengearbeitet. Deshalb glaube ich nicht, dass die Rezession so schwerwiegend wird wie die Weltwirtschaftskrise in den 30ern.

Spannend wird es bei seinen Tipps zur Anlagestrategie. Er selbst hat in den britischen Versorger National Grid investiert, die Handelsaktie Next sowie in den Telekomwert BT. Die gute Entwicklung seiner Anlagen haben ihn stutzig gemacht - daher habe er erst einmal seine Quote reduziert frei nach dem englischen Sprichwort: „Sell in May and go away“. Sein Rat: optimistisch bleiben und weiterhin Aktien kaufen, aber mit  Vorsicht:

Auf Sicht von drei Jahren sind Aktien grundsätzlich ein gutes Investment. Wir werden zwar zwischenzeitlich einige Rückschläge erleben. Doch tendenziell wird es wieder aufwärtsgehen, und in drei Jahren werden wir eine Erholung sehen. Doch rufen Sie mich bitte 2012 nicht an und nennen mich ein Arschloch, wenn es nicht so sein sollte.

Außerdem gute Anlagemöglichkeiten sind Hedge-Fonds, Immobilien, Cash und Kunstgegenstände sowie Investitionen in Firmen ausdem Sektor der erneuerbaren Energien. In der Branche sieht Anderson besonders hohe Wachstumschancen. Der Analyst kann ein Lied davon singen, wie abhängig die Vermehrung von Geld machen kann. Obwohl er jedes Jahr aufs neue vorhatte, seinen Job an den Nagel zu hängen, konnte er ihn aufgrund der hohen Incentivierung einfach nicht aufgeben.

Es ist wie bei einem Pakt mit dem Teufel.

Die Zukunft liegt im Reich der Mitte

Freitag, den 12. Juni 2009

Die von der Wirtschaftskrise gebeutelte Welt schöpft wieder Hoffnung. Viele Augen sind dabei auf China gerichtet. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Landes sind auch die Wertpapiere in den Fokus der Aufmerksamkeit internationaler Investoren gerückt. Wer hohe Rendite und damit großes Wachstumspotential sucht, sollte sein Portfolio mit Wertobjekten aus China anreichern.

Asienexperten allerorts sprechen Kaufempfehlungen aus. So auch Mark Konyn, Asien-Chef der Allianz-Tochter RCM, der in einem Interview betont:

Chinesische Aktien werden innerhalb der kommenden fünf Jahre zu einer eigenen Anlageklasse, an der niemand mehr vorbeikommt. Man wird dann in heimischen Aktien investieren, in Gold, in Renten, in Hedgefonds oder andere Anlageklassen – und in chinesischen Aktien.

Und erklärt weiter, dass das globale Finanzzentrum 2020 Shanghai heißen könnte:

Shanghai wird in der Tat ein wichtiger Standort für die Finanzindustrie werden. Die chinesische Regierung hat gerade erst angekündigt, dass sie die Stadt bis zum Jahr 2020 zu einem internationalen Finanzzentrum entwickeln will. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass sich das Land weiter öffnen möchte.

Zwar ging der Export im Vergleich zur Vorjahrsperiode um ganze 26,4 Prozent zurück. Trotzdem sind die Erwartungen auf eine starke wirtschaftliche Entwicklung Chinas hoch. Optimismus herrscht auch an der Börse. Dafür sorgte kürzlich erst ein massives staatliches Investitionsprogramm, von dem besonders Firmen aus den Bereichen Infrastruktur, Bau und Konsum profitierten. Das Konjunkturpaket in Höhe von 585 Milliarden Dollar ließ die Investitionsausgaben in die Höhe schlagen: Im Mai waren sie 33 Prozent höher als im Vorjahr. Wie nachhaltig die Investitionen sind, wird sich dann zeigen müssen.
Der chinesische Aktienmarkt ist sehr spannend, für Außenstehende schwer durchschaubar und sehr spekulativ. Doch durch die zunehmenden Öffnungstendenzen der chinesischen Börse wird der Markt für Investoren immer attraktiver. Will man in chinesische Aktien investieren, sollte man sich vorher unbedingt mit den individuellen Charakteristika der chinesischen Märkte vertraut machen.
ASIAN BAMBOO AG INH.ON (WKN A0M6M7) - Aktienkurs, Aktien Analysen, Chartverlauf

Ein schönes Beispiel für das große Potential chinesischer Aktien ist Asia Bamboo. Nach dem Börsengang im November 2007 legte die Aktie des Bambusherstellers eine regelrechte Achterbahnfahrt hin. Mittlerweile hat sich die Aktie erstaunlich gut erholt und erhält ausschließlich Kaufempfehlungen.

Das ist natürlich nur ein Exempel von Vielen. Die Bedeutung chinesischer Aktien wird auch in Zukunft weiter ansteigen – da geht sicherlich kein Weg daran vorbei. Ab in das Reich der Mitte!

Change: Was bringt die Krise für die Zukunft?

Mittwoch, den 10. Juni 2009

Unternehmer, Bankberater, Privatinvestoren, Politiker. Sie alle sehen schwarz und sprechen theatralisch vom wirtschaftlichen Ruin durch die Krise. Dabei ist das plötzliche Schrumpfen der Wirtschaft alles andere als eine Rarität. Eine aktuelle Studie des Zukunftsinstituts behauptet:

Die Krise ist weder sensationell noch historisch außergewöhnlich.

Die Trendforscher sind anhand ihrer Ergebnisse überzeugt davon, dass Wirtschaftsblasen genauso alt sind, wie das Geldsystem. Vielleicht wirkt also das Tief, das die Finanzkrise ausgelöst hat, als reinigendes Gewitter und löst dann einen richtigen wirtschaftlichen Aufschwung aus. Vielleicht.

In der Matrix des Wandels haben die Forscher die Welt nach der Krise versucht, in acht wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Feldern zu skizzieren. Dabei haben sie unter anderem untersucht, wie die Bevölkerung zukünftig arbeiten wird, wie sich ihr Konsumverhalten verändert, an welchen Werte sie sich orientieren werden und was Unternehmen für den Verkauf ihrer Produkte beachten sollten.

Völlig entgegen der allgemein eher pessimistischen Stimmung fanden die Wissenschaftler überraschend heraus:

Es sieht in der Wirtschaftsordnung der Zukunft gut aus für Arbeitnehmer und Unternehmer.

So werden Waren wieder vermehrt in heimischen Ländern abseits von Fernost hergestellt werden, was sich dann dem Arbeitsmarkt zu Gute kommt. Allerdings werden zukünftig mehr weibliche Eigenschaften für die Weiterentwicklung der Wirtschaft benötigt, so dass Männer in Führungspositionen irgendwann weniger gefragt sein werden, so die Forscher. Positiv wird sich auch der Bereich Umweltschutz entwickeln. Mehr Details zur Studie gibt es auf Spiegel online. Auf seiner Website empfiehlt das Zukfuntsinstitut darüber hinaus: Die Krise als Chance nutzen.

Kaum Vertrauen in die Banker dieser Welt

Freitag, den 5. Juni 2009

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Längst hat sich die Finanzkrise in eine Vertrauenskrise gewandelt. Bankmitarbeiter werde weltweit schlecht angesehen, so das Ergebnis des GfK-Vertrauensindex vom Frühjahr 2009. Nur 37 Prozent der mehr als  17.000 befragten Personen in 16 europäischen Ländern und den USA haben noch Vertrauen in die Bankiers. Letztes Jahr vertraute ihnen noch knapp die Hälfte (45 Prozent) der Befragten. Ein schlechteres Image haben lediglich Werber, Topmanager und - wie sollte es auch anders ein - Politiker sind noch weniger angesehen.

Ähnliches ergibt die Beliebtheit von Bankern in Deutschland. Während im letzten Jahr fast drei Viertel der Deutschen ihnen Glauben schenkte, sind es heute noch 63 Prozent. Überraschend ist trotzdem, dass das Vertrauen im westeuropäischen Vergleich trotzdem deutlich über dem Durchschnitt von 40 Prozent (!) liegt.