Aareal Bank holt sich staatliche Unterstützung
16. Februar 2009 von Anna FriedrichNach der Commerzbank greift nun schon die zweite deutsche Bank auf den staatlichen Rettungsfonds Soffin zurück: Die Wiesbadener Aareal Bank stärkt seine Kapitalbasis mit 525 Millionen Euro in Form einer Stillen Einlage. Für weitere bis zu 4 Milliarden Euro bürgt die Bundesrregierung für die Schuldtitel des Geldinstituts.
Wie der Vorstandsvorsitzende Wolf Schumacher am Sonntag versichert, geht es der Aareal Bank darum, Refinanzierungsmöglichkeiten an den Kapitalmärkten zu schaffen:
Wir brauchen kein staatliches Geld zum Überleben. (…) Diese Bank ist kerngesund.
Das belegen die Zahlen aus dem letzten Zwischenbericht (pdf) und vor allem die gestern veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr 2008: das Vorsteuerergebnis lag bei 117 Millionen Euro und sogar das vierte Quartal brachte 11 Millionen “plus”.
Sowohl die Commerzbank als auch die Aareal Bank können nach dieser Finanzspritze nicht mehr mit Kapital von privaten Investoren rechnen. Eine Gegenüberstellung von der Subventionshöhe mit dem echten Börsenwert der Geldinstitute ist erschreckend: mit einer Marktkapitalisierung von gerade mal 162 Millionen Euro fragt man sich, auf welcher Basis die Aareal Bank zusätzlich zu Garantien über 4 Milliarden Euro ein Volumen von 525 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommt. Die Commerzbank hat einen Börsenwert von 3 Milliarden Euro und erhielt 18,2 Milliarden Euro vom Staat.
Markus Frühauf von der FAZ formuliert fragt sich richtigerweise,
Wo führt das staatliche Auffangbecken hin? Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass auch andere Branchen, wie der Einzelhandel, die Möglichkeit hätten, unter den Rettungsschirm zu kommen.




Am 16. März 2009 um 22:09 Uhr
Die Krise ist noch lange nicht überwunden. Ich denke das noch einige Staatsgelder fließen werden.