Ein Film zur Krise: Let’s Make Money

3. November 2008 von Anna Friedrich

Mit seinem Dokumentarfilm zur Finanzkrise “Let‘s Make Money”, der seit Donnerstag in den Kinos läuft, will der Österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer den Ursachen der Finanzkrise auf den Grund gehen. Er beschreibt das Bedürfnis nach einer archaischen Welt und stellt dar, warum eigentlich keiner am globalen Finanzsystem gewinnen kann:

Let‘s Make Money zeigt private Geldvermehrung bei gleichzeitigem Ausverkauf öffentlicher Güter wie Gesundheitssystem, Pensionswesen oder Energieversorgung. Die Welt ist ein Kasino, Spielplatz skrupelloser Finanzdienstleister und Investmentbanker, von Private Equity Fonds und Hedgefonds.

Im Film geht es nicht um die aktuellen Entwicklungen, sondern darum, dass der Crash sich  bereits seit Jahren angekündigt hat. In einem Zeit-Interview erklärt Wagenhofer:

Mich interessiert mehr, wie es dazu kommt, dass ein so völlig entartetes Wirtschaftssystem entstehen konnte.

Let’s Make Money beschäftigt sich damit, was mit unserem Geld, das wir in der Bank parken passiert. Bei seiner Reise durch die Welt stellt er vor allem den Kontrast zwischen Arm und Reich eindrucksvoll dar. Wagenhofer thematisiert eine tiefe Kritik der globalen Märkte:

Wir breiten das Wirtschaftsmodell des Nordens über den Rest der Welt aus – einfach nur, weil wir hier zu viel Geld haben und nicht wissen, wohin damit. Hier bei uns sind die Märkte gesättigt, also investieren wir dort, wo sich noch etwas verdienen lässt. Und nicht, damit die Menschen dort vielleicht auch eines Tages so viel verdienen wie wir heute, eben genau deswegen nicht. Sondern man investiert in die sogenannten emerging markets, weil es genau diese Unterschiede gibt.

Hier der Trailer zum Film:

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Eine Reaktion zu “Ein Film zur Krise: Let’s Make Money”

  1. Anna Friedrich

    Hier ein Trackback: http://www.finanzweb.org/lets-make-money-die-finanzkrise-im-kino.html

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