1. AktienCamp in München: Die Retroperspektive

20. Oktober 2008 von Anna Friedrich

Vier Monate Vorbereitung für acht Stunden Programm und Diskussion: wir sind erschöpft, aber vor allem froh und glücklich, ein so fantastisches Event, das AktienCamp, ins Leben gerufen zu haben. Rund 100 angemeldete Teilnehmer kamen zum Camp und wir hatten elf Top-Referenten, die den Tag mitgestaltet haben. Die Auswahl der Location, das Nero in der Rumfordstraße, hätte besser nicht sein können und auch die Veranstaltungstechnik war perfekt organisiert. Unterstützt wurde das AktienCamp übrigens von der Börse München.

Uns ist es gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, die unsere Botschaft transportiert: das AktienCamp als erste offene Netzwerkveranstaltung für Profis und Privatanleger. Es steht für eine vorher nie da gewesene Art des unkonventionellen Austauschs in der Finanzszene. Als Gründungsveranstaltung für Stockflock konnten wir auf dem AktienCamp den Spirit schaffen, den wir auf die AktienCommunity übertragen wollen.

Unser Programm - eine Mischung aus wirtschaftlichen und politischen Sprechern zusammen mit hochwertigen Beiträgen von Privatanlegern - war abwechslungsreich, unterhaltsam, spannend und interessant zugleich. Nach allen Vorträgen hatten die AktienCamper ausreichend Möglichkeiten, mit den Sprechern zu diskutieren.

Dass die Teilnehmer so engagiert bei der Sache waren und Fragen stellten hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Privatanlegern die Möglichkeit zu geben, sich mit den Profis auszutauschen. Wir haben wichtige Punkte der Finanzkrise besprochen und neue Erkenntnisse darüber erlangt, wie es jetzt weiter geht und was Anleger jetzt tun sollten.

Kurze Zusammenfassung des Tages

Nach der Begrüßung durch Konstantin Sixt, dem CEO der Sixt-Eventures GmbH stellte der Geschäftsführer von Stockflock Alexander Beyer die Aktiencommunity Stockflock vor. “Eigenes Wissen mitteilen, anderen zur Verfügung stellen und davon selbst zu profitieren”, das ist die Idee von Stockflock.

Der Banken- und Kapitalmarktsrechtsexperte Marc-Oliver Eckart erklärte, wie Anleger durch die Einlagensicherung gegen den Verlust ihrer Anlagen bei Bankeninsolvenzen geschützt werden. Einen ausführlicheren Bericht von Herrn Eckart gibt es in diesem Blogbeitrag. Es folgte der Vorstand des BVH e.V. Christian Wietoska. Er stellte den Ansatz der Asset Allocation auf Basis einer Fundamentanalyse vor und wie man so der Krise entkommen kann.

Eines der prominenten Highlights des Tages betrat dann die Bühne: Georg Fahrenschon, Staatssekretär des Finanzministeriums Bayern. Er stellte sich der Frage, welche Rolle der Staat in der Finanzkrise spielt. Der Staatsekretär gab einen intensiven Einblick ins staatliche Regelwerk und darin, wie der bayrische Staat “tickt”. In der ausführlichen Frage- und Antwortsession konfrontierten Teilnehmer ihn mit ihren Anliegen. Mehr dazu in einer Zusammenfassung im Stockflock-Blog.

Nach einem vorzüglichen italienischen Mittagsbuffet ging es weiter im Programm mit den Privatanlegern. Javier Ramos betrachtet den Value Ansatz der Buffett Partnership und erklärt, warum er diesen für sinnvoll hält, um der Kapitalmarktkrise zu entkommen. Florian Meyer-Delpho ist Experte, was alternative Investments angeht und stellt daher attraktive Anlagen aus dem Solarmarkt vor. Eine nachhaltige Anlagestrategie sei gerade mit Solaraktien ein guter Weg, um der Krise zu entkommen, davon ist Florian überzeugt. Dann erklärt Maik Günther, wie mittelständische IT-Unternehmen bewertet werden. Bevor man investiert, so Maiks Botschaft, sollte man sich intensiv mit der Gesellschaft auseinander setzen und ihr Geschäftsmodell analysieren.

Anschließend widmeten wir uns einem ganz wichtigen Teil dieser Finanzkrise: nämlich, wie es mit der emotionalen und psychologischen Seite aussieht. Holger Zechmann von der Börse München ist auf auf Börsenpsychologie spezialisiert und erklärte, wie die sich in Zeiten der Krise verhält. Johann Schmalhofer, technischer Finanzanalyst und Experte für Agrarrohstoffe, ist schon ein Entertainer. Der als Börsenbauer bekannte Referent zeigte in seiner Präsentation zahlreiche Charts auf, anhand derer er aufzeigte, wie die Blase geplatzt ist.

Dann kam der, auf den sicherlich alle gespannt waren: der Initiator von Stockflock, Erich Sixt persönlich stellte sich der Frage nach der Kapitalmarktkrise und welche Folgen sie für Aktiengesellschaften hat. Als Gründer und Vorsitzender eines SDAX-Unternehmens, der Sixt AG, plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen. Und er schilderte die Gründungsgeschichte von Stockflock: “Wenn ich ehrlich bin, habe ich mit meinen Aktienanlagen meist schlechter performt, als der Dax. Also waren die Tipps meiner Bankberater nicht wirklich gut. Stockflock ist ein Ort, an dem Sie ihre Aktienempfehlungen veröffentlichen können. Tun sie das und ich folge ihnen!”.

Die gemeinsame Diskussion zusammen mit Alexander Beyer rundete den ereignisreichen Tag ab. Mit den Teilnehmern diskutierten wir, wie eine ideale Aktiencommunity aussieht. Einer der Inputs war, dass Kommentarfunktionen sehr wichtig sind, um auf Liveauftritte - wie den von Herrn Sixt - und Hauptversammlungen hinzuweisen.

Positive Resonanz

Das Feedback der Teilnehmer war unisono positiv und motiviert uns, bald eine Neuauflage des AktienCamps zu starten. Blogeintrage kommen unter anderem von Christian Hubel, Jaro Gruber, Raphael Haase, Thomas Schulze oder Stephan Ruef-Enders im AktienCamp-Forum. Wir freuen auch über die Medienberichterstattung, darunter Die Zeit, die Börsenzeitung und das Handelsblatt.

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Eine Reaktion zu “1. AktienCamp in München: Die Retroperspektive”

  1. Thomas

    Der Blog as said :- )
    htttp://spirofrog.blogspot.com/2008/10/aktiencamp-powered-by-stockflock-toller.html

    LG Thomas von http://www.spirofrog.de/Partner/Partner/

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